Pressemitteilung


Urlaub mit der Bahn in ländlich geprägten Tourismusregionen – Das mFUND-Projekt “FerienFürsKlima” startet

Durch Datenvernetzung möchte das Berliner Startup naturtrip GmbH die klimafreundliche Anreise und Vor-Ort-Mobilität mit Bahn, Bus & Bike bald viel einfacher machen


Berlin, den 1. Juli 2021Jetzt startet ein Projekt, das die Urlaubsplanung durch Bahnanreise viel einfacher machen und so den steigenden Bedarf nach klimafreundlichen Urlaubsalternativen bedienen will. Das Projekt “FerienFürsKlima” wird im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit insgesamt 94.139 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert und hat eine Laufzeit von 12 Monaten. Umgesetzt wird das Projekt vom Berliner Startup naturtrip GmbH, das sich als Bindeglied zwischen den Welten des öffentlichen Verkehrs und Tourismus versteht und datengetriebene Lösungen für klimafreundliche Mobilität rund um Freizeit und Tourismus entwickelt (www.naturtrip.travel).

Zwischen Probstzella und Saalfeld. Foto: Deutsche Bahn AG / Frank Barteld
5 Prozent machen Urlaub mit der Bahn, 82 Prozent würden vielleicht

Der größte CO2-Fußabdruck bei Urlaubsreisen entsteht durch  An- und Abreise sowie Vor-Ort-Mobilität. Mit der Bahn in den Urlaub in den Harz, ins Fichtelgebirge, in die Uckermark oder auf die Schwäbische Alb? Weniger als 5 Prozent der Urlaubsreisen in ländliche Urlaubsregionen werden heutzutage klimafreundlich mit der Bahn durchgeführt. Jedoch könnten sich 82 Prozent der Deutschen vorstellen, mit der Bahn in den Urlaub zu fahren (dwif-Studie). Hermann Weiß, Co-Founder von naturtrip: “Viele wollen nachhaltiger leben. Doch die Hürden, ohne Auto Urlaub zu machen, sind sehr hoch.”

Was genau hält die Leute ab, mit der Bahn anzureisen?

Ein erstes Ziel des Projektes ist, die Hemmfaktoren für Anreise mit der Bahn genau zu verstehen. Welche Rolle spielen dabei die letzte Meile, Umstiege, Preis, Gepäck, Vor-Ort-Mobilität, Rad- und Skiverleihe? Könnte man mit besserer Aufbereitung von Informationen die Hürden senken? Wie kann das Letzte-Meile-Problem bei Ferien auf dem Land bei Anreise ohne Auto gelöst werden? Kann die Verknüpfung von Fahrplandaten, Gastgeber-Schnittstellen und Shuttle-Services die Information zur Bahnanreise einfacher bzw. nutzerfreundlicher und damit attraktiver machen? Diese Fragen werden mit Hilfe von Interviews und Testing-Runden anhand bestehender Planungstools geklärt.

Tool, das weit verstreute Datensätze in einem System bündelt

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird der Prototyp eines neuen, einfachen Planungstools entwickelt. Dazu werden verschiedene Datensätze verknüpft, die jetzt noch in getrennten Systemen zu finden sind, wie z.B. Daten für Fahrpläne, Unterkünfte, Gepäckservices, Radverleihe oder CarSharing-Angebote. Hermann Weiß: “Derzeit müssen diese Daten bei der Reiseplanung aufwendig vom Nutzer selbst kombiniert werden. Das Projekt soll diese Daten im Hintergrund synchronisieren und einfach nutzbar machen.“

Entspannt mit dem Zug in die Berge. Foto: Hermann Weiß
Entspannt mit dem Zug in die Berge. Foto: Hermann Weiß

Tourismus profitiert: Weniger Autos und neue junge urbane Zielgruppen

Die Touristiker sollen das Tool in Zukunft für ihre Kommunikationsmaßnahmen verwenden. Viele Regionen leiden unter zu viel Autoverkehr. Zudem ist es für sie wirtschaftlich interessant, mit Hilfe solch eines Tools junge, urbane Zielgruppen anzusprechen, die ohnehin multimodal unterwegs sind das Auto kaum mehr nutzen.

Geschäftsmodell für Zeit nach der Förderung: Urlaubsbuchung und bezahlter Content

Das Tool soll die Keimzelle eines Portals sein, mit dem Urlaub mit der Bahn in ländliche Regionen einfach zu planen sein wird. In Blogs und Newslettern ist bezahlter Content von Destinationen und Ausrüstern geplant. Andreas Boos, Co-Founder naturtrip: “Wir gehen von einem großen Markt aus. Wegen Corona und der Klimakrise, die uns jetzt einholt, sind viele auf der Suche sind nach regionalen und klimafreundlichen Urlaubsalternativen.”

Über den mFUND des BMVI

Im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND fördert das BMVI seit 2016 datenbasierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte für die digitale und vernetzte Mobilität 4.0. Die Projektförderung wird ergänzt durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und durch die Bereitstellung von offenen Daten auf dem Portal mCLOUD. Weitere Informationen finden Sie unter www.mfund.de.

Rückfragen:

Hermann Weiß

+49 (0) 170 46 00295

hermann.weiss@naturtrip.org


naturtrip GmbH

Norwegerstr. 3

10439 Berlin

www.naturtrip.travel

https://twitter.com/naturtrip

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